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Live Ambient Scene
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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 28. Dez 2011, 18:17 
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Hmmm, schwierige Fragen. Ich versuche sie dennoch ehrlich (aus meiner Sicht) zu beantworten, ohne schönzureden.
HaDi hat geschrieben:
1. Bis zu welchem Grad ist diese Musik experimentell?

Experimentell, im Sinne von "wirklich neu und innovativ" ist es eher nicht. Was wir machen haben andere schon tausendmal vorgemacht.

HaDi hat geschrieben:
2. Gibt es vorgefasste Meinungen?
Verstehe die Frage nicht so ganz. Meinungen bezüglich zu?

HaDi hat geschrieben:
3. Ist die Gruppenkonstellation bereits ein kompositorisches Element?
Nein, sicherlich nicht, auch wenn sie sich ständig ändert.

HaDi hat geschrieben:
4. Ist diese Musik nur für Musiker und Spezialisten?

Der ausübende Musiker muß sich nicht besonders damit auseinandergesetzt haben, die Musik ist handwerklich auch für einen Laien gut zu schaffen. Man benötigt weder Notenkenntnisse noch spielerisches Talent dafür, nur ein paar funktionierende Ohren sollten vorhanden sein. Auch an den Hörer gibt es keine Ansprüche.

HaDi hat geschrieben:
5. Besitzt diese Art von Musik irgendein populäres Potential?

Nein, das muß sie auch nicht haben.

HaDi hat geschrieben:
6. Bis zu welchem Grad ist diese Musik improvisiert?

Hmmm, vielleicht zu 50%, der Rest sind Phrasen oder Teile anderer Stücke.

HaDi hat geschrieben:
7. Geht es hauptsächlich darum zu lernen, Entscheidungen zu treffen, ohne in der Lage zu sein, die gegenwärtige Situation vollständig zu analysieren?
Nein. Es geht (mir) einzig um den Spaß, ein gemeinsames musikalisches Werk zu schaffen, ohne einen Anspruch.

HaDi hat geschrieben:
8. Swingt es?
Nein, nicht wirklich. Ambient muss auch nicht unbedingt swingen.

HaDi hat geschrieben:
9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale Leute?
Ja, sicherlich findet man besonders in unserer Szene besonders viele Musiker, die nichts, oder nicht besonders viel können. Man versteckt sich gerne hinter der komplizierten Elektronik, oft auch um die spielerischen Schwächen mit Maschinen auszugleichen. Ist aber nichts negatives.
HaDi hat geschrieben:
10. Ist es einfacher zu spielen als nicht zu spielen?
Ja. Mir fällt es immer schwer, mal eine Pause zu machen.

HaDi hat geschrieben:
11. Wie lässt sich Stillstand vermeiden?
Durch neue Ideen. Warum nicht mal etwas anderes ausprobieren?

HaDi hat geschrieben:
12. Ist eine Improvisation eine Komposition in Entwicklung?
Nur, soweit auch neue Elemente mit einbezogen werden. Ewig die gleichen Akkordfolgen herunterzududeln ist sicherlich keine neue Komposition. Kann man Ambient überhaupt nach klassischem Muster, z. B. mit der üblichen Notation, komponieren? Macht das jemand?

HaDi hat geschrieben:
13. Ist eine nicht-hierarchische Gruppen-Interaktion möglich?

Eher nicht. Die Musiker mit der größten Erfahrung dominieren auch meistens das gesamte Werk.

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 29. Dez 2011, 03:38 
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HaDi hat geschrieben:
Mal wieder Lust zum Diskutieren?

Lese gerade ein Buch über "Echtzeitmusik" und darin gab es eine Liste mit Fragen, die sich die Musiker dieser Szene gestellt haben. Vielleicht habt ihr ja auch Lust diese Fragen zu beantworten oder neue zu stellen?

1. Bis zu welchem Grad ist diese Musik experimentell?

Bis zu dem Grad wie es die Teilnehmer der Ek-Lounge zulassen. Experiment oder Konserve öffnen?

2. Gibt es vorgefasste Meinungen?

Ja, ich werde bei der Ek-Lounge oft mit Phrasen, viel öfter aber noch mit Experimenten konfrontiert. Ich schätze das Letzere mehr, da es für mich spannender ist. Auch aus einer Phrase kann man etwas entwickeln. Für mich ein Lernprozess.

3. Ist die Gruppenkonstellation bereits ein kompositorisches Element?

Ja, ob man will oder nicht ;-)

4. Ist diese Musik nur für Musiker und Spezialisten?

Nein.

5. Besitzt diese Art von Musik irgendein populäres Potential?

Ja. "Ey, chill mal Aldder." etc.

6. Bis zu welchem Grad ist diese Musik improvisiert?

Bei mir schätze ich auf 95%.

7. Geht es hauptsächlich darum zu lernen, Entscheidungen zu treffen, ohne in der
Lage zu sein, die gegenwärtige Situation vollständig zu analysieren?

Mir geht es um das Erstere. Anal-yse braucht Zeit. Bei mir wirkt die Ek-Lounge lange nach.

8. Swingt es?
Bestensfalls ja.

9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale Leute?

hahaha Wer hat die Frage gestellt. Bei drei bist Du auf deinem Baum, Affe!

10. Ist es einfacher zu spielen als nicht zu spielen?
Nein.

11. Wie lässt sich Stillstand vermeiden?

Sich einfach mal zurücknehmen. Andere auch mal zurückpfeifen. (Schwieriger)

12. Ist eine Improvisation eine Komposition in Entwicklung?
Möglich.

13. Ist eine nicht-hierarchische Gruppen-Interaktion möglich?

Ja, wenn sich die Platzhirsche auch bescheiden zeigen dürfen/können/müssen.

Das ist nur eine kleine Auswahl der Fragen aus diesem Buch. Wer macht den Anfang?


Es ist jetzt 3:54h und ich konnte nicht schlafen. Ich habe mich geoutet, Steinwürfe sind zu unterlassen. Erst mal selbst den Rachen aufreissen. = Ermutigung an all die passiven Mitleser/Mitesser zu partizipieren!


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 29. Dez 2011, 09:22 
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:D :D :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 29. Dez 2011, 12:58 
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HaDi hat geschrieben:
1. Bis zu welchem Grad ist diese Musik experimentell?

Experimentell eher weniger -Ausnahme unser "Setz die Segel zur Sonne", d.h. vorgebene Fragestellung - Experiment - Auswertung (?)

2. Gibt es vorgefasste Meinungen?

Genaue Zielrichtung dieser Frage war mir auch nicht ganz klar :roll:

3. Ist die Gruppenkonstellation bereits ein kompositorisches Element?

Finde ich schon - ein Haufen voller Nichtakademikern(musikalisch)/Amateuren/Genialen Dilettanten :lol: bestimmen eindeutig die Richtung

4. Ist diese Musik nur für Musiker und Spezialisten?

Als Spielender: Synthieliebhaber sind sicher nicht alle (deshalb Spezialisten) Als Hörender: kein mainstream, daher wenig Publikum

5. Besitzt diese Art von Musik irgendein populäres Potential?

wenig (Zumal unser Ambient auch mal etwas noisig werden kann - finde ich (mittlerweile :wink: ) aber eher interessant

6. Bis zu welchem Grad ist diese Musik improvisiert?

trotz wiederkehrender Phrasen doch ziemlich - oder könnten wir ein Stück noch einmal spielen (mit dem gleichen Ergebnis?)

7. Geht es hauptsächlich darum zu lernen, Entscheidungen zu treffen, ohne in der
Lage zu sein, die gegenwärtige Situation vollständig zu analysieren?

Hauptsächlich sicher nicht (wir sind weniger verkopft) - aber genau das macht die Sache doch spannend - einen gewissen Anspruch
habe ich aber doch - deshalb nicht nur reine Spaßveranstaltung (mehr Freude am gemeinsamen Musikerfinden)

8. Swingt es?

selten - muss es aber auch nicht

9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale Leute?

In erster Linie sicher nicht (die Spannbreite der Berufe der Beteiligten ist doch enorm) - aber für einen Xsangsverein wären wir sicher nicht geeignet :lol:

10. Ist es einfacher zu spielen als nicht zu spielen?

Meistens schon - zumindest, wenn man so mittendrin steckt

11. Wie lässt sich Stillstand vermeiden?

Neues ausprobieren, über das Bisherige quatschen

12. Ist eine Improvisation eine Komposition in Entwicklung?

Eine Improvisation im EK-Lounge-Sinne ist ja doch ein Gruppenprozess und hat deshalb weniger mit einer Komposition zu tun

13. Ist eine nicht-hierarchische Gruppen-Interaktion möglich?

Schwierige Frage - hängt von der Zusammensetzung und Größe der Gruppe ab - als Ideal aber durchaus erstrebenswert

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 29. Dez 2011, 16:10 
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@hadi:

du bist da klar im Vorteil.

Ohne das Buch zu kennen, ist es schwer, substantiell auf die Fragen einzugehen. Aber vielleicht geht es dir auch nicht so sehr um das Buch, als um Vorbereitungen, Abläufe oder Änderungen zu improvisierten Sessions.

Experimentell und improvisiert z.B. müssen sich nicht ausschliessen etc.
Man kann hier viele Fragen - aber auch Antworten generieren...

Doch wohin münden die?
Wie verwerten wir diese?
Was lernen wir daraus?
Wollen wir das?
etc.

Nach meiner Meinung lässt sich so etwas am besten in einer Runde/ bei einem Stammtisch etc. besprechen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 29. Dez 2011, 17:26 
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mira hat geschrieben:
@hadi:

du bist da klar im Vorteil.

Ohne das Buch zu kennen, ist es schwer, substantiell auf die Fragen einzugehen.


Es geht nicht um das Buch, sondern einfach um Überlegungen zu dem, was wir so machen.
Ich finde es schon interessant zu wissen, ob alles nur so just for Fun gemacht wird oder ihr mehr damit verbindet. Natürlich ist es auch absolut ok, wenn man sich keine Gedanken über unser Tun machen will.

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 30. Dez 2011, 13:01 
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habe ich mir schon gedacht, dass es nicht um das Buch geht.

Wollte nur damit zum Ausdruck bringen, dass man, wenn man sich mit einer Materie befasst und Fragen in den Raum stellt, durch einen gewissen Background "im Vorteil" ist (dadurch dass man sich bereits mit einer Sache beschäftigt) andererseits Fragen, auf die viele Antworten gegeben werden können, nach substantiellen Antworten verlangen, diese aber von bisher "Unbefleckten" nur durch Zufall gegeben werden können, jedenfalls aus meiner Sicht. Ich stelle mir da eine Diskussion ausserhalb der "virtuellen Zone" fruchtbarer vor. Aber ich merke gerade, wir diskutieren ja... :wink:

Ich mache mir auch Gedanken über unser Tun und überlege, was könnte ich noch dazu beitragen oder was können wir (aus meiner bescheidenen Sicht) optimieren? Einige meiner Ansichten/Vorschläge kann man ja in diesem Fred nachlesen. Aber letztendlich sollten alle Teilnehmer, die etwas zu sagen haben auch auf einander zugehen, besprechen und dann probieren, oder auch nicht. "Positive" Ansätze (im Sinne von Zustimmung der Mitwirkenden) gab es dazu bereits (ich denke da z.B. an deine Lektorentätigkeit zurück) aber auch so simple Dinge wie "Handzeichen geben". Auch wenn das nur Abläufer einer Session betrifft und nicht grundsätzliche Fragen aufwirft, so ist das immerhin etwas.

Aus meiner Sicht kann ich mit verschieden gearteten Sessions oder Varianten leben, auch Ausflüge abseits des Ambient. Wichtig ist der Spass an der Sache und auch das, was hinten rauskommt.

Nun wünsche Dir aber auch allen anderen einen guten Rutsch und alles Gute fürs Neue Jahr!
Freue mich schon auf die nächste Session.


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 31. Dez 2011, 03:15 
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Hi :)

ich als quasi Neuling in der Runde möchte auch ein paar Antworten aus meiner (rein subjektiven)
Sicht geben...


1. Bis zu welchem Grad ist diese Musik experimentell?

Da es vorher keinerlei Absprachen oder Vereinbarungen gibt. Ja !!
Natürlich relativiert sich das in dem Maße wie jeder einzelne sich "seiner Möglichkeiten bewusst"
ist und sich vielleicht dann auch nur darauf "beschränkt".

2. Gibt es vorgefasste Meinungen?

Wie ist das gemeint ? Meinungen zu der Musik die entstehen wird ?
(auch) Als Zuhörer ? Zu den Mitmusikanten ?

3. Ist die Gruppenkonstellation bereits ein kompositorisches Element?

Meiner Meinung nach schon, bei "echten" Kompositionen bestimmt ja auch die Zussamensetzung
der Ausübenden (bei z.B. Transkriptionen für ein Streichquartet u.ä.) wie das Stück
letztlich klingt. So trägt auch die Auswahl der Klänge/Geräte die jeder für sich vornimmt/überlegt
eine gewisse kompositorische Ebene in sich. Dies trifft insomehr zu, da ja ein Synthesizer,
zumindest bei Erstellung eigener Sounds, diese Komponente quasi "System-imanent" in sich trägt ;)

4. Ist diese Musik nur für Musiker und Spezialisten?

Glaube ich nicht, im Gegenteil, wenn den "möglichen" Zuhörern die Musik vorher bekannt wäre,
würden unsere Lounges sicher NICHT in diesem "engen Kreis" stattfinden.
Mittlerweile hat auch rein elektronische "ambiente" Musik einen recht grossen Liebhaberkreis,
der sich auch an Verkaufszahlen sogenannter "Entspannungs/New Age-Musik" ablesen lässt.
Es ist eventuell nur eine Frage der Public Relations .... ;)
Die Zuhörer bei unserer letzten Lounge in Mainz waren rundum sehr angetan !

5. Besitzt diese Art von Musik irgendein populäres Potential?
Siehe Antwort zu Nr. 4

6. Bis zu welchem Grad ist diese Musik improvisiert?

Finde ich, wie weiter oben ausgeführt, in gewissem Mase schon !

7. Geht es hauptsächlich darum zu lernen, Entscheidungen zu treffen, ohne in der
Lage zu sein, die gegenwärtige Situation vollständig zu analysieren?

-------------??--------

8. Swingt es?

Kommt darauf wie man "swingen" auslegt, ich für meinen teil höre mir viele Stücke
der letzten 5 Lounges immer wieder sehr gerne an, durchaus auch "kopfnickend" :D

9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale
Leute?

Diese Frage empfinde ich als ziemlich "eigenartig" wenn nicht sogar fragwürdig !
Könnte man bei sehr "breiter" Auslegung fast schon faschistoide Tendenzen
"raushören". WAS ist "dysfunktional" ?? WAS ist eine "gescheiterte Existenz" ??

10. Ist es einfacher zu spielen als nicht zu spielen?

Ja, meist reisst es mich soo mit das ich nicht "still"sitzen kann, Sorry :D

11. Wie lässt sich Stillstand vermeiden?

Durch mehr Mut zu neuem. Neue Adepten.....


12. Ist eine Improvisation eine Komposition in Entwicklung?

In Zeiten wo jeder Hip-Hoper und Mausmusiker vom "Schreiben" seines neuen "Albums" redet
sicherlich. Vom Wortstamm "Compositore=Zussamensetzung" her latürnich auch :D

13. Ist eine nicht-hierarchische Gruppen-Interaktion möglich?

Hmm... gibt es das bei uns ?? Habe ich noch nix von gespührt...

Soderle, das solls jetzt erstmal von meiner Seite und zu dieser Stunde gewesen sein...

ich gefreu mich jedenfalls auf viele schöne weitere Lounges mit Euch :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 31. Dez 2011, 07:54 
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Na dann will ich oochma meinen Senf dazugeben.

n-Orb hat geschrieben:
ein paar Antworten aus meiner (rein subjektiven)

Hier im Forum ist alles subjektiv.

Zitat:
1. Bis zu welchem Grad ist diese Musik experimentell?


Nicht experimentell weder im wissenschaftlichen noch künstlerischem Sinn, denn die Lounge versucht nichts neues an Technik oder Komposition - ist schon vorher gemacht worden und gibt es auch schon länger: Impro.

Zitat:
2. Gibt es vorgefasste Meinungen?
Wie ist das gemeint ? Meinungen zu der Musik die entstehen wird ?
(auch) Als Zuhörer ? Zu den Mitmusikanten ?

Wie Du magst. Das sind offene Fragen, die jeder selbst interpretieren kann.

Zitat:
3. Ist die Gruppenkonstellation bereits ein kompositorisches Element?

Nein, Komposition setzt absichtsvolles, geplantes Handeln voraus. Somit "nein", denn die Gruppe wird ja nicht nach den Kriterien "Spieler X spielt Bass" und "Y spielt Lead" zusammengesetzt. Jeder spielt das was er meint.

Zitat:
4. Ist diese Musik nur für Musiker und Spezialisten?

Musiker oder Musikbegeisterte (Nicht Popfans oder so, sondern sich intellektuell mit Musik Auseinandersetzende) könnten als Hörer viell. schneller einen Zugang finden. Als Produzenten nicht, denn der Loungeansatz will ja gerade auch nicht so "talentierte" mitnehmen.

Zitat:
5. Besitzt diese Art von Musik irgendein populäres Potential?

Wenn die Popchords mehr angewendet werden
[youtube]qHBVnMf2t7w[/youtube]
dann schon :mrgreen:

Zitat:
6. Bis zu welchem Grad ist diese Musik improvisiert?

Ich glaub, mehr Impro geht nich.

Zitat:
7. Geht es hauptsächlich darum zu lernen, Entscheidungen zu treffen, ohne in der
Lage zu sein, die gegenwärtige Situation vollständig zu analysieren?

Japp.

Zitat:
8. Swingt es?

Manchmal, wenn ein Talentierter, der Swing bewusst einsetzen kann, die anderen mitreisst.

Zitat:
9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale Leute?

Die sind bei sequencer.de :mrgreen:

Zitat:
11. Wie lässt sich Stillstand vermeiden?

In d. Session: Durch eine Sequencer-Line. Der kann immer ... :P
Als Weiterentwicklung der Gruppe? Immer wieder neue Ansätze probieren. Wird ja gemacht.
Außerdem ändert sich die Gruppenzusammensetzung immer mal wieder.

Zitat:
12. Ist eine Improvisation eine Komposition in Entwicklung?

IMHO ja.

Zitat:
13. Ist eine nicht-hierarchische Gruppen-Interaktion möglich?

Wenn ich das Lounge-Konzept richtig verstanden habe, ist das erwünscht. Offensichtlich klappt das aber nicht mit allen Musikern.

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 31. Dez 2011, 11:28 
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n-Orb hat geschrieben:
9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale
Leute?

Diese Frage empfinde ich als ziemlich "eigenartig" wenn nicht sogar fragwürdig !
Könnte man bei sehr "breiter" Auslegung fast schon faschistoide Tendenzen
"raushören". WAS ist "dysfunktional" ?? WAS ist eine "gescheiterte Existenz" ??


Also noch eins zu den Fragen: Die Musiker der "Echtzeitmusikszene" haben insgesamt 27 Fragen gesammelt, die sie diskutieren wollten. Die o.g.
Frage entstand sicher aus dem Zusammenhang, dass alle von der Musik leben wollten, sie aber im Nirgendwobereich zwischen Free Jazz, Neuer Musik und Pop
wenig Geld bekamen (bekommen). Die Frage war also eher "selbstkritisch" gemeint. Ich fand diese Frage aber trotzdem interessant. Auch wenn heute die Musik mit Synthies nicht mehr so den Exotenstatus hat wie früher, gibt es vielleicht doch noch einen gewissen "Nerdfaktor" - oder machen wir schon Pop-Elektronik-Mainstream :shock: ?

Wie wär's mit folgender Frage:
"Macht die EK-Lounge wirklich Ambient Musik?"

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 31. Dez 2011, 11:33 
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Hier ein kleiner Buchtipp für alle, die mehr Populariät für ihre Musik wünschen :shock:

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Die Pop Formel
Autor: Volkmar Kramarz
... mehr als (nur) eine Harmonielehre
Dieses Buch rockt, denn es handelt sich um eine Harmonielehre, die sich ausschließlich und detailliert, aber verständlich und übersichtlich auf Pop und Rock konzentriert. Der Titel bringt es auf den Punkt: Volkmar Kramarz hat den Code entschlüsselt, aus der Hits gemacht werden, und in einfache Formeln übersetzt.
12 Harmoniemodelle und dazugehörige Melodieanleitungen dienen als Basis-Bausteine für Hits verschiedener Stilrichtungen. Auf der beiliegenden CD wird eindrucksvoll demonstriert, was mit Hilfe der Pop Formeln aus scheinbar einfachen Akkordmodellen entstehen kann.
Das Buch richtet sich an alle, die sich für Popmusik interessieren, und nicht zuletzt an diejenigen, die mit ihren eigenen Kompositionen Erfolg haben wollen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 31. Dez 2011, 16:21 
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HaDi hat geschrieben:
Auch wenn heute die Musik mit Synthies nicht mehr so den Exotenstatus hat wie früher
Doch - eigentlich wieder, jedenfalls in Bezug auf Hardware-Synthies. Heute sieht man meist nur noch n Äbbel Läppie auf der Bühne leuchten, in den Studios sowieso.
Zitat:
Macht die EK-Lounge wirklich Ambient Musik?

Nö. :twisted: Ist aber auch egal.

EK-Lounge macht kein Ambient aber Spass. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 31. Dez 2011, 18:35 
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synclayr hat geschrieben:
Nö. :twisted: Ist aber auch egal.

EK-Lounge macht kein Ambient aber Spass. :)

Findest du nicht? Sind wir wirklich so weit vom Pfade abgekommen?

Der Zappelphilipp.
:mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Jan 2012, 10:11 
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synclayr hat geschrieben:
Macht die EK-Lounge wirklich Ambient Musik?
Nö. :twisted: Ist aber auch egal.
EK-Lounge macht kein Ambient aber Spass. :)


Machen wir dann doch mehr Echtzeitmusik, oder brauchen wir einen neuen Begriff?
Noisebient oder Ambnoise :roll: :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Jan 2012, 12:21 
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HaDi hat geschrieben:
Machen wir dann doch mehr Echtzeitmusik, oder brauchen wir einen neuen Begriff?
Noisebient oder Ambnoise :roll: :shock:

Ambient kann doch durchaus auch mal etwas noisy sein.
Ist es denn eigentlich ein Unterschied, ob irgendwo das Sample von einem plätschernde Bach abgespielt wird oder ob ein ähnliche rauschendes Blubbergeräusch aus einem Synthesizer-Oszillator kommt?

Die letzten Lounges waren zwar etwas verrauscht, woran ich nicht ganz unschuldig war, aber dennoch würde ich es stilmäßig klar noch in die Ambientschublade legen. Oder ist das dann Dark-Ambient?

Vielleicht sollten wir, neben einem Mann am Mastermischer, auch mal einen Dirigenten ausprobieren, der das Stück dann mit seinen Anweisungen "komponiert".
Das könnte ja ein und dieselbe Person sein.
Dieser "Dirigent" konzentriert sich dann ausschließlich auf das Gesamtbild der Musik im Raum.

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Jan 2012, 13:02 
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HaDi hat geschrieben:
1. Bis zu welchem Grad ist diese Musik experimentell?

Für mich bedeutet experimentell das man mit allseits gebräuchlichen Hör- bzw. Spielformen bewusst bricht.
Das kann schon durch die Auswahl der Instrumente festgelegt werden. Wenn ich mit einer Workstation spiele wird es automatisch mehr in Richtung "Fahrstuhl-Musik" gehen, als wenn ich mit einem Gurkensynthesizer oder Modularsystem spiele.

HaDi hat geschrieben:
2. Gibt es vorgefasste Meinungen?

Ich denke das wir im EK drei Arten von Musikern haben:
1. die guten Pianisten - sie möchten gerne dieses fluffige Bar-Lounge-Ambient-Musik machen.
2. die Soundbastler - Leute wie mich oder Siegfried, sie möchten gerne mehr in Richtung Ambiente-Noise bzw. Dark-Ambient.
3. die CrossOver - Leute wie Bernie oder HaDi, welche absolut in beiden Lagern zu Hause sind.

HaDi hat geschrieben:
3. Ist die Gruppenkonstellation bereits ein kompositorisches Element?

Ja, wie oben Beschreiben.

HaDi hat geschrieben:
4. Ist diese Musik nur für Musiker und Spezialisten?

Nein.

HaDi hat geschrieben:
5. Besitzt diese Art von Musik irgendein populäres Potential?

Nein im Sinne von Verkaufszahlen, aber ich denke bei richtiger Auswahl der Zielgruppe - siehe Uni Mainz - ist durchaus Potential.

HaDi hat geschrieben:
6. Bis zu welchem Grad ist diese Musik improvisiert?

Mehr Impro wäre Chaos, wobei auch aus Chaos gut Sachen entstehen können.

HaDi hat geschrieben:
7. Geht es hauptsächlich darum zu lernen, Entscheidungen zu treffen, ohne in der Lage zu sein, die gegenwärtige Situation vollständig zu analysieren?

?

HaDi hat geschrieben:
8. Swingt es?

Manchmal.

HaDi hat geschrieben:
9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale Leute?

Wenn ich mich bei uns umschaue, nein.

HaDi hat geschrieben:
10. Ist es einfacher zu spielen als nicht zu spielen?

Nein, und das ist eins der größten Probleme der Lounge, das sich gerne die versierten Spieler mit ihren Idee sich in den Vordergrund drängen. Weniger aktive zu einer Zeit wäre oftmals besser.

HaDi hat geschrieben:
11. Wie lässt sich Stillstand vermeiden?

Durch neue Ideen und mehr Ausprobieren.

HaDi hat geschrieben:
12. Ist eine Improvisation eine Komposition in Entwicklung?

Nein.

HaDi hat geschrieben:
13. Ist eine nicht-hierarchische Gruppen-Interaktion möglich?

Ja, erfordert aber ein Training und es müsste immer in der gleichen Formation gespielt werden,

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 2. Jan 2012, 01:11 
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HaDi hat geschrieben:
1. Bis zu welchem Grad ist diese Musik experimentell?

kommt drauf an was man macht... teilweise schon.

HaDi hat geschrieben:
2. Gibt es vorgefasste Meinungen?

nur von aussenseitern.

HaDi hat geschrieben:
3. Ist die Gruppenkonstellation bereits ein kompositorisches Element?

definitv. wenn ich z.b. die stücke der spheric lounge höre erkennt man ganz klar das es die spheric lounge gruppe ist und das gilt auch für ek. obwohl beide gruppen das selbe machen ist doch ein deutlicher unterschied in der musik zu hören.

HaDi hat geschrieben:
4. Ist diese Musik nur für Musiker und Spezialisten?

Als musiker nein, als zuhörer eher schon da nicht jeder drauf abfährt.

HaDi hat geschrieben:
5. Besitzt diese Art von Musik irgendein populäres Potential?

Wenn man bedenkt wie oft Ambient in der Werbung, Fitness Centern und sonstwo gespielt wird würde ich schon sagen ja. Nur würde sich nicht der grossteil der leute ne ambient cd kaufen weil die jetzt irgendwo im hintergrund lief :D

HaDi hat geschrieben:
6. Bis zu welchem Grad ist diese Musik improvisiert?

bei mir 100%. ich gehe absolut unvorbereitet an die sessions. das einzige was ich vorher auswähle ist was ich an equipment mitbringe. welche sounds, akkorde oder melodien ich dann spiele kommt eben spontan aus der situation was grade läuft oder nicht läuft.


HaDi hat geschrieben:
7. Geht es hauptsächlich darum zu lernen, Entscheidungen zu treffen, ohne in der Lage zu sein, die gegenwärtige Situation vollständig zu analysieren?


wie war die frage nochmal?


HaDi hat geschrieben:
8. Swingt es?

wenn ein gewisser groove erzeugt wird / wurde dann schon. aber dann würde ich auch eher sagen es groovet und nicht es swingt :D

HaDi hat geschrieben:
9. Ist unsere Musikszene in erster Linie eine Zuflucht für gescheiterte Existenzen und dysfunktionale Leute?

nö.

HaDi hat geschrieben:
10. Ist es einfacher zu spielen als nicht zu spielen?

ja.

HaDi hat geschrieben:
11. Wie lässt sich Stillstand vermeiden?

indem immer einer eine taste drückt :D

HaDi hat geschrieben:
12. Ist eine Improvisation eine Komposition in Entwicklung?

ja.

HaDi hat geschrieben:
13. Ist eine nicht-hierarchische Gruppen-Interaktion möglich?

wat willste!? :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 2. Jan 2012, 08:44 
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Schöne Diskussion, Hut ab an alle Partizipanten. Wie beteiligen sich die anderen Mitgliederinnen und Mitglieder der EK-Lounge an der Diskussion? Kommt mal in die Gänge - ich würde gerne eure Meinung kennenlernen. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 16. Jan 2012, 12:16 
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Nachdem doch einige sich zu Wort gemeldet haben, hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Antworten:
1) Experimentell: unterschiedliche Meinungen, von eher nicht bis zur Abhängigkeit von Mitspielern oder Gerätschaften
3) Gruppe als kompositorisches Element: mehrheitlich Zustimmung
4)5) Eher keine Spezialistenmusik - allerdings auch nicht riesiges populäres Potential
6) Improvisationsanteil 50 - 100%
7) es geht um Spaß, aber auch um die Fähigkeit auf Unbekanntes zu reagieren
10) den meisten fällt es einfacher zu spielen, wobei sich versierte Spieler gerne in den Vordergrund drängen
11) Stillstand vermeiden durch neue Ideen, mehr Mut, neue Mitspieler, mehr Zurücknehmen des eigenen Beitrags,
Zurückpfeifen einzelner, mehr Einsatz von Sequenzerlinien
13) die EK-Lounges werden eher als hierarchische Veranstaltung angesehen; es könnte aber mehr in Richtung
gleichwertiger Beitrag aller gehen, wenn sich die Platzhirsche mehr zurückhalten würden

Die Punkte 10,11 und 13 sollten wir angehen. Wie seht ihr das?

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 16. Jan 2012, 12:32 
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Zum Thema "Stillhalten - Zuhören" ein paar Gedanken aus dem Buch über "Echtzeitmusik":

Andrea Neumann: Nach meiner Erfahrung gibt es beim Spielen von "freier" Musik ... einen starken Impuls zu handeln. Gerade weil
nicht vorgeschrieben wird, was zu tun ist, besteht ein erhöhtes Risiko, dass man eingebungslos und handlungsunfähig dasteht.
Um dem nicht ausgesetzt zu sein, gibt es einen Ansatz - ich möchte ihn manuell nennen -, bei dem der Körper seinen Spielimpuls
folgt und mögliche kopfige Einwände ausgeblendet sind. Das Problem, das ich in meinem Fall bemerkte, war, dass der manuelle
körperliche Ansatz sich immer wieder ähnliche musikalische Wege bahnte, dass die Lust am puren Tun,... zu musikalischen Mustern
führte, die sich in Variationen wiederholte. Um diese Muster einmal zu durchbrechen, kam es... zu einem radikalen Infragestellen
der eigenen Spielimpulse.
Für mich kann ich beschreiben, dass die Energie, die im Wunsch liegt, etwas zum Klingen zu bringen, in ein Innehalten, ein "nach
innen horchen", ein Fragen, ob das jetzt wirklich erklingen soll, verwandelt wurde.

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Mär 2015, 12:24 
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Auch wenn jetzt drei Jahre Diskussion fehlen, fänd ich es schade, wenn wir
dieses Thema fallen lassen würden. Wie geht es weiter?

Das Highlight des letzten Jahres war sicher die Luminale. Auch, wenn der Link,
der auf unserer Seite steht zu Nicos Auftritt führt, gibt es doch sicher noch jemand,
der die mp3s hat. Aber das nur nebenbei. Was lief bei der Luminale so gut, dass alle
mit dem Output zufrieden waren. War es die Umgebung, die Laser oder der Konzert-
Charakter? Was meint Ihr?

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Mär 2015, 17:09 
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Für die Luminale 2016 hab ich bereits angefragt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Mär 2015, 17:11 
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HaDi hat geschrieben:
Was lief bei der Luminale so gut, dass alle
mit dem Output zufrieden waren. War es die Umgebung, die Laser oder der Konzert-
Charakter? Was meint Ihr?

Es hat in der Peterskirche eben alles gestimmt, der gesamte Ablauf sowie die Technik waren diesmal recht professionell.
Sicher war das auch deshalb ein Highlight, wegen dieser imposanten Lasershow mit den tollen Visuals, ich fand das auch super.

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Mär 2015, 18:22 
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HaDi hat geschrieben:
gibt es doch sicher noch jemand, der die mp3s hat.

Ich habe inzwischen vergessen wer den Mitschnitt gemacht hat. Und nachschauen können wir aus bekannten Gründen auch nicht mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 1. Mär 2015, 21:37 
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ich fand die location und den sound klasse. auch und vor allem das licht und laser war sehr geil.
wäre bei der nächsten auf jeden fall auch wieder mit dabei :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 2. Mär 2015, 03:57 
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reverb hat geschrieben:
HaDi hat geschrieben:
gibt es doch sicher noch jemand, der die mp3s hat.

Ich habe inzwischen vergessen wer den Mitschnitt gemacht hat. Und nachschauen können wir aus bekannten Gründen auch nicht mehr.


Kinners Kinners ... :roll:

Soooo geht ihr also mit unseren Ergüssen um...tzs tzs...
Der Original Mittschnitt hatte damals wohl Access gemacht, ich hatte mir dann 1-2 Tracks
nochmal vorgenommen...

Zum Glück hab ich latürnich das komplette Konzert hier mehrfach gespeichert,
hatte ich ja auch schon im interen Bereich vermerkt, liest aber anscheinend niemand 8) )

Ich lade die Dateien gerne die nächsten Tage hoch, allerdings nur auf einen vernünftigen Hoster
(Box.net - da bleiben die Daten auch erhalten, ausserdem ist der Zugriff ohne zusätzlichen
Schnickschnack möglich, von eurem geliebten Dropbox hielt ich ja eh nix, wie der aktuelle Fall
wieder einmal beweisst ;) )

Also bis die Tage :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 2. Mär 2015, 09:59 
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n-Orb hat geschrieben:
Zum Glück hab ich latürnich das komplette Konzert hier mehrfach gespeichert,
hatte ich ja auch schon im interen Bereich vermerkt, liest aber anscheinend niemand 8) )

Klasse! :D

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 2. Mär 2015, 13:49 
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ja ich hab die aufnahme glaub ich gemacht. aber ich lösche die rohdaten immer nach dem schnitt sonst bräucht ich hier schon einen extra festplattenturm ^^


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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 4. Mär 2015, 02:46 
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Hi :)

seltsamerweise habe ich hier nur die Rohdaten als einzelne ungetaggte Tracks :roll:
wird wohl doch 2-3 Tage dauern bis ich die abgearbeitet habe, möcht sie gerne
nochmal durchhören und gegebenfalls zurechtschneiden ;)

hier schon mal nen kleinen Teaser:

https://app.box.com/s/hzbvqdwyarig1yjgerr6ijtrngaesjvh

mit meinem duften "Guitarensolo" ab 6:22 :mrgreen:

Viel Vergnügen :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Making of ....
BeitragVerfasst: 4. Mär 2015, 08:27 
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n-Orb hat geschrieben:
Hi :)

seltsamerweise habe ich hier nur die Rohdaten als einzelne ungetaggte Tracks :roll:
wird wohl doch 2-3 Tage dauern bis ich die abgearbeitet habe, möcht sie gerne
nochmal durchhören und gegebenfalls zurechtschneiden ;)

hier schon mal nen kleinen Teaser:

https://app.box.com/s/hzbvqdwyarig1yjgerr6ijtrngaesjvh

mit meinem duften "Guitarensolo" ab 6:22 :mrgreen:

Viel Vergnügen :)


Das kommt jetzt auf einen Tag mehr auch nicht mehr an.
Ich höre gleich mal rein.
Danke!
:D :D :D

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